Pflanzensuche im Internet

Am schnellsten findet man etwas über Pflanzen, indem man den Namen und am besten auch ein Stichwort dazu in eine der üblichen Suchmaschinen eingibt. Man findet auf die Weise allerdings nur, was auf irgendeiner Webseite steht, nicht den Inhalt von Datenbanken. Besonders gut ist die Ausbeute z.B. bei www.google.de. Viele Suchmaschinen bieten neuerdings auch die Option Bilder an. Auch hier ist google sehr zu empfehlen.

Einen umfassenden Überblick über alles rund um die Botanik mit zahlreichen Links zu Gesellschaften, Arboreten, Adressen, Zeitschriften, Teildisziplinen, Länderspezifisches usw. liefert der „Internet Directory for Botany“, der von Helsinki aus aufgebaut wurde, aber jetzt von Edmonton in Canada aus weitergeführt wird: www.botany.net/IDB. – Interessant ist auch die Homepage der „International Association for Plant Taxonomy“, u.a. mit dem „Internationalen Code der Botanischen Nomenklatur“ und dem Inhaltsverzeichnis der Zeitschrift „Taxon“: www.bgbm.fu-berlin.de/iapt/.

Bei der Suche nach Familien und Gattungen empfiehlt sich ein Besuch im berühmten „Royal Botanical Garden Kew“ in der „List of Vascular Plant Families and Genera“ nach BRUMMITT. Hier findet man u.a. zu jeder Familie der Farn- und Blütenpflanzen die zugehörigen Gattungen: www.rbgkew.org.uk/data/vascplnt.htm. Benutzerfreundlich ist die Option „fuzzy search“, die auch dann zum Ergebnis führt, wenn der Name nicht ganz korrekt eingegeben wurde. – Gattungsnamen findet man auch im „Index Nominum Genericorum“ (ING), der etwas von der vorhergenannten Datenbank abweicht und neben den Gefäßpflanzen auch die übrigen Abteilungen des Pflanzenreiches berücksichtigt: www.athbun.si.edu/botany/ing/. – Ähnliche Angaben finden sich auch in den „Names in Current Use“: www.bgbm.fu-berlin.de/iapt/ncu/genera/Default.htm.

Wer speziell Angaben über die europäische Flora sucht, hat dazu Zugriff durch die „Flora Europaea Database“, verwaltet vom „Royal Botanic Garden Edinburgh“. Sie enthält alle Farn- und Blütenpflanzen Europas inklusive ihrer länderbezogenen Verbreitung, des Autors und des Publikationsortes: www.rbge.org.uk/.

Seit kurzem gibt es den International Plant Names Index (IPNI), eine riesige Datenbank mit allen publizierten Namen von Pflanzen einschließlich ihrer Bastarde mit zugehörigen bibliographischen Angaben. IPNI ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen den drei weltweit renommierten Institutionen „Royal Botanic Gardens Kew“, „Harvard University Herbaria“ und „Australian National Herbarium“: www.ipni.org/index.html. Der Umfang dieser Datenbank ist eindrucksvoll. Auch hier kann man zum Ziel kommen, wenn man die genaue Schreibweise nicht weiß. Außerdem kann man nach Autoren (und deren Abkürzungen) und nach Zitaten suchen. Möglich ist es auch, sich alle zu einer Gattung oder Familie publizierten Arten ausgeben zu lassen, jeweils mit Link zur gültigen Publikation.

Informationen über den Inhalt von Samenkatalogen, das sind Verzeichnisse der von Botanischen Gärten gesammelten und im internationalen Tausch zur Verfügung gestellten Samen und Stecklinge, erhält man durch Eingabe des Stichworts „Index Seminum“ in einer Suchmaschine oder man besucht die Homepage des „Botanischen Gartens der Universität Hohenheim“ und schaut von dort aus weiter: www.uni-hohenheim.de/~pkdb/gardenlinks.html

Wer ein Buch zu einem botanischen Thema nicht im Verzeichnis lieferbarer Bücher in Deutschland (VLB) findet (www.buchhandel.de), ist gut beraten bei den beiden großen Antiquariaten Koeltz (www.koeltz.com) bzw. beim britischen Natural History Book Service (www.nhbs.co.uk) nachzusehen. Bei beiden sind Bestellung, Lieferung und Bezahlweise unproblematisch.

Noch ein Hinweis über Pflanzen, die unter gesetzlichem Artenschutz stehen. Wegen der sehr komplizierten Naturschutzbestimmungen sind Angaben schwer zu finden. Aber es gibt jetzt eine komplette Datenbank hierzu unter www.wisia.de. (Alle Internetadressen nach dem Stand August 2003.)

HK