Nur ein Stammvater für Darwinfinken
Die Darwin-Finken wurden von Darwin selbst während seiner Weltreise auf den Galapagos-Inseln gesammelt. Es handelt sich um 14 Arten, von denen 13 auf den Galapagos-Inseln selbst und eine auf der Cocos-Insel vorkommt. Obwohl schon Generationen von Forschern diese Finken untersucht haben, waren ihre phylogenetischen Beziehungen zueinander unklar. Z. T. wurde sogar vermutet, die Darwinfinken stammen von verschiedenen Finken ab, die auf das Galapagos-Archipel verschlagen wurden. Zwei molekulare Stammbäume, einer vom Cytochrom b, der andere von der sogenannten "control region", wurden aus der DNA der Mitochondrien konstruiert. Diese Daten zeigten, daß die Galapagos-Finken monophyletisch sind, also auf eine einzige Art zurückgehen. Interessanterweise paßt die bisherige traditionelle Einordnung nur zum Teil zu den molekularen Daten. Bisher werden Grundfinken und Baumfinken unterschieden. Beide Gruppen sind aber, was ihr Cytochrom b und die "control region" angeht, polymorph wie ihre vermuteten Vorfahren. Es hat also noch keine Verteilung von bestimmten Allelen auf die beiden Teilpopulationen gegeben. Damit scheinen alle Galapagos-Finken sehr eng miteinander verwandt zu sein. [Sato A, O'Huigin C, Figueroa F, Grant PR, Grant BR, Tichy H & Klein J (1999) Phylogeny of Darwin's finches as revealed by mtDNA sequences. Proc. Natl. Acad. Sci. USA 96, 5101-5106.] KN