Konvergente Kooption von Pax-Genen

Oder: Was einmal taugt, taugt auch mehrmals

Autor/innen

  • Reinhard Junker
    sg@wort-und-wissen.de (journal.primary_contact69a88445d99ad)
2011-05-01
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Eine der überraschenden Entdeckungen der letzten Jahre ist die vielfache Verwendung derselben Gene in verschiedenen Zusammenhängen. Evolutionstheoretisch wird postuliert, dass Gene oft „zweckentfremdet“ wurden; man spricht von „Kooption“ oder „Rekrutierung“. Immer häufiger zeigt sich darüber hinaus, dass ähnliche oder auch unähnliche Gene mehrfach unabhängig für den selben Zweck kooptiert wurden. Wie kann es sein, dass dies durch einen Evolutionsvorgang erfolgt, der nicht an irgendwelchen Zielen orientiert ist, aber dennoch zu einem sehr ähnlichen Ergebnis gelangt? Beispielsweise muss nach neuen Befunden die mehrfache Kooption von Pax-Genen angenommen werden. Diese Gene spielen eine herausragende Rolle bei der ontogenetischen (individuellen) Entwicklung der Augen. Eine neue Untersuchung darüber lässt die erheblichen Probleme aufscheinen, die sich einem natürlichen Evolutionsprozess entgegenstellen.

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