Beweise für Evolution? Eine Studie anhand ausgewählter Fachliteratur

Autor/innen

  • Theresia Korb
    sg@wort-und-wissen.de (journal.primary_contact69a80750bd434)
2009-11-01
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Aus dem Journal of Molecular Evolution wurden die Publikationen der letzten 25 Jahre unter dem Gesichtspunkt analysiert, ob die postulierte evolutive Entstehung von Neuheiten durch die aktuelle Forschungsarbeit erhärtet werden konnte. Die Artikel wurden dazu verschiedenen Themenschwerpunkten zugeordnet. Die Jahrgänge 1985 bis 1995 wurden von Michael Behe untersucht mit dem Ergebnis, dass der Hauptteil der Veröffentlichungen sich mit vergleichender Biologie beschäftigte, aus der keine Erkenntnisse für die Mechanismen der Evolution gewonnen werden können. Die ca. 1000 Artikel enthielten keine Erklärungen zu der geforderten stufenweisen Entstehung komplexer biochemischer Systeme. Die Fachliteratur der letzten 13 Jahre zeigte in etwa das gleiche Schwerpunktmuster. Auch hier lag der Fokus auf vergleichender Biologie und nicht auf Mechanismenfragen. Auch Überblicksartikel stellen keine plausiblen Mechanismen dar, die das ganze Szenario für abiotische Evolution, beginnend mit der Entstehung erster für das Leben notwendiger Moleküle bis hin zur Urzelle abdecken. Vielmehr behandeln die Artikel nur einige kleine Teilaspekte wie die Entstehung des genetischen Codes oder der RNA-Welt. Der Tatbestand fehlender Erklärungen wird von einigen Vertretern der Evolutionsbiologie dahingehend gewertet, dass sie eine Erweiterung der gängigen Evolutionstheorien fordern. Neue Erkenntnisse erhofft man sich mit dem Ansatz, Erkenntnisse aus der Entwicklungsbiologie einzubeziehen (Evo-Devo-Ansatz).

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