Vom Fisch zum Vierbeiner – eine neue Sicht zu einem berühmten Übergang

Teil 3: Tetrapoden des Unterkarbons, unklare Selektionsdrücke und evolutionstheoretische Probleme

Autor/innen

  • Reinhard Junker
    sg@wort-und-wissen.de (journal.primary_contact69a7da5c004f3)
2005-05-01
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Der Übergang von den devonischen zu den karbonischen Tetrapoden ist durch eine markante Fossillücke („Römers Lücke“) fossil fast nicht bekannt. Im Karbon tauchen unterschiedlichste Mosaikformen plötzlich in großer Fülle und so großer Verschiedenartigkeit auf, daß Stammbaumrekonstruktionen kaum möglich sind. Die Selektionsdrücke, die zur Entstehung der Vierbeinigkeit bei den devonischen Formen geführt haben könnten, sind unklar. Es gibt einander widersprechende Argumente sowohl für eine Entstehung von Fingern und Tetrapodenextremität im Wasser als auch für deren Entstehung auf Land, was ein sekundäres Wasserleben mancher Tetrapoden bedeuten würde. Die jeweiligen Argumente stellen beide Szenarien deutlich in Frage, woraus ein evolutionstheoretisches Dilemma folgt. Es wird auch diskutiert, daß die oberdevonischen/unterkarbonischen Formenabfolgen eine ökologische Zonierung anstelle eines evolutionstheoretischen Szenarios widerspiegeln könnten.

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