Millionenverluste: Das Kambrium schrumpft

Autor/innen

  • Thomas Fritzsche
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2001-05-01
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In den letzten Jahren konnten vermehrt vulkanische Ablagerungen des Kambriums datiert werden. Die ermittelten Alter waren niedriger als erwartet. Die Präkambrium/Kambrium-Grenze dürfte deshalb bei 544 Millionen Jahren (Ma) liegen, womit der zuvor allgemein anerkannte Wert von 570 Ma um rund 25 Ma korrigiert werden muß; auch die Kambrium/Ordovizium-Grenze wird 15 Ma jünger datiert. Insgesamt verkürzt sich die Dauer des Kambriums. Demzufolge hat die explosive Entfaltung des Lebens, die auch als kambrische Explosion" bezeichnet wird, nur 5-10 Ma gedauert, das ist nur noch ein Drittel der Zeit, die Paläontologen zuvor dafür veranschlagt hatten. Die weiterentwickelte Datierungsmethode - U/Pb-Isotopenverhältnisse an Zirkonen - verspricht interessante Resultate auch für die anderen Systeme, vielleicht sogar für das Präkambrium. Eine weitere Anwendung findet die Methode bei der Ermittlung der Dauer des Massensterbens an der Perm/Trias-Grenze."

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