Der Ursprung der Vögel – ein Update

Autor/innen

  • Reinhard Junker
    sg@wort-und-wissen.de (journal.primary_contact69a88658f3a5f)
2005-11-01
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Unter den zweibeinigen theropoden Dinosauriern der Kreide gibt es zahlreiche Mosaikformen mit unterschiedlichen Vogel- und Reptilmerkmalen. Daher gelten sie als die besten Kandidaten für Vogelvorfahren. Die zunehmende Vogelartigkeit einiger Formen unterstützt evolutionstheoretische Deutungen. Insgesamt sind die Merkmale bei den betreffenden Gattungen jedoch so mosaikartig verteilt, daß vielfach Konvergenzen und Reversionen angenommen werden müssen, auch bei manchen Schlüsselmerkmalen. Die ältesten fossilen Federn erscheinen in fertiger Form beim sog. „Urvogel“ Archaeopteryx. Andere Fossilerhaltungen feder- oder haarartiger Strukturen sind deutlich jünger und in ihrer Deutung oft umstritten. Bei manchen kreidezeitlichen Formen wird Flugverlust als wahrscheinlich betrachtet. Unklar ist, welche Selektionsdrücke den Erwerb von Federn und der Flugfähigkeit begünstigt haben könnten. Sowohl in der Kreide als auch zu Beginn des Tertiärs treten zahlreiche Vogelgruppen plötzlich und mit markanten Diskontinuitäten auf.

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