Überraschende Beute bei der Jagd nach fernen Planeten

Planetenbildungstheorien auf dem Prüfstand

Autor/innen

  • Norbert Pailer
    sg@wort-und-wissen.de (journal.primary_contact69a7faa5dc320)
2002-05-01
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Verfeinerungen der Entwicklungsvorstellungen von Planetensystemen werden seit langem verfolgt. Noch in den 50er Jahren hieß die Prämisse von H. C. Urey: „Gebt mir eine Handvoll Mondstaub, und ich erkläre euch die Planetenentstehung.“ Heute liegen rund 380 kg Mondmaterial in unseren Labors und wir sind von einem schlüssigen Planetenentstehungsmodell weiter entfernt als je zuvor. Woher kommt diese Erschütterung? Bislang gab es neben unserem eigenen Planetensystem kein anderes, an dem bisherige Vorstellungen hätten überprüft werden können. Das hat sich mit der Entdeckung von extra-solaren Planetensystemen geändert. Damit hat sich eine Möglichkeit ergeben, die bisherigen hypothetischen Ansätze zur Kosmogonie von Planetensystemen anhand einer breiten Datenbasis zu überprüfen. So mögen wir zwar heute extra-solare Planetensysteme entdeckt haben, gleichzeitig haben wir aber unsere Planetenentwicklungstheorie verloren. Es gibt immer noch kein unter den Fachleuten konsensfähiges Standardmodell der Planetenentstehung, dafür aber manches einleuchtende Argument für den bisherigen „Triumph der Erfolglosigkeit“ (Blum & Dorschner 1996).

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