Kein Platz für Außerirdische?

Die Suche nach Nischen für extraterrestrisches Leben

Autor/innen

  • Norbert Pailer
    sg@wort-und-wissen.de (journal.primary_contact69a7c709c4fd0)
  • Martin Kasemann
2000-05-01
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Die Diskussion um außerirdisches Leben irgendwo im Planetenraum oder gar in fernen Sternenwelten bewegt viele Zeitgenossen und kommt in der Fachpresse und in den Medien nicht zur Ruhe. Die nachstehende Arbeit faßt den augenblicklichen Stand der "Spurensuche" zusammen und unterzieht ihre Erfolgsaussichten einer kritischen Analyse. Zunächst wird im Kontrast zu sonst üblichen Argumentationsweisen gezeigt, daß irdische Verhältnisse selbst bei einem Reservoir von rund 1025 Sonnen - die zumindest teilweise Planeten besitzen könnten - ein Fall wie die Erde trotzdem als außergewöhnlich selten anzusetzen ist. Dazu kommt, daß bisherige Nachweise von extrasolaren Planeten oder Indizien darauf auf große, sonnennahe Objekte hindeuten, die als Träger von Leben der uns bekannten Form ungeeignet sind. Im interplanetaren Bereich streifen die Ausführungen den Saturnmond Titan und die Jupitermondwelten als potentielle Brutstätten von Leben, um schließlich den Stand der Suche nach eventuellen Lebensspuren in Marsgestein und Asteroiden zusammenzufassen. Manche Autoren gehen so weit, daß allein die Anwesenheit der nötigen chemischen Ingredienzien zusammen mit Wasser und Sonne dazu führen sollen, daß Leben gar nicht vermeidbar ist - Leben als pures Planetenoberflächenphänomen, als kosmische Notwendigkeit? Gegen eine solche Auffassung stehen jedoch in vielen Jahren gewonnene Erkenntnisse aus der präbiotischen Chemie. Trotz intensiver Suche nach außerirdischem Leben gibt es bislang keinen Kontakt zu anderen Lebensformen im Universum. Erstaunlicherweise zweifeln aber nur wenige daran, daß es im Weltall noch andere gibt, Außerirdische, Aliens, ETs, oder wie auch immer sie genannt werden. Die Einsamkeit auf dem Blauen Planeten erscheint den meisten Erdlingen unerträglich.

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