De novo – Gene aus dem Nichts?

Interpretationsfehler oder komplexes Genom?

Autor/innen

  • Peter Borger
    sg@wort-und-wissen.de (journal.primary_contact69a7f2442790b)
2020-11-01
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Über 150 Jahre lang betrachteten Biologen die Evolution als einen eher konservativen Prozess: Gene sollten durch Genverdopplung und Abwandlung der Duplikate entstehen. Neue Daten zwingen die Wissenschaftler nun zum Umdenken: Ein Großteil der Gene scheint einfach so zu entstehen, ohne evolutionäre Vorgeschichte, gleichsam aus dem Nichts – de novo. Eine unerwartete Quelle von genetischer Information liegt in den scheinbar unnützen Regionen, die lange Zeit als „Müllhalde“ gedeutet wurden. Vieles spricht dafür, dass potenziell funktionelle Sequenzen bereits im Genom vorhanden sind und nur darauf warten, aktiviert zu werden.

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