Ein Quasar älter als das Universum?

Autor/innen

  • Christian Knobel
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2006-05-01
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Der Quasar APM 08279+5255 mit einer Rotverschiebung von z = 3,91 weist ein Häufigkeitsverhältnis zwischen Eisen und Sauerstoff vom etwa dreifachen Wert unserer Sonne auf (Fe/O ungefähr 3). Ein Objekt mit einem solchen Häufigkeitsverhältnis kann nach momentanem Verständnis der Sternenevolution nur in einem Zeitraum von ungefähr 2-3 Milliarden Jahren entstehen. Aufgrund dieses hohen Alters ist es für eine ganze Palette von kosmologischen Modellen inklusive dem momentan favorisierten sog. LCDM-Modell nicht möglich, diesen Quasar unterzubringen, falls für die Hubble-Konstante H0 und die Materiedichte Wm Werte angenommen werden, die mit dem kosmischen Mikrowellenhintergrund und der großräumigen Struktur im Universum konsistent sind. Die in diesem Artikel vorgestellten Ergebnisse könnten darauf hindeuten, daß die Kosmologie möglicherweise wieder mit einer „Alterskrise“ konfrontiert wird. Dazu müßte dieses Beispiel aber auch an weiteren Quasaren bestätigt werden.

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