Eiszeit: Gletscher- und Eisschmelze in wenigen Jahrhunderten?

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  • Michael Kotulla
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2020-11-01
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Ältere Oberflächenformen des antarktischen Meeresbodens werden als Bildungen von ins Meer fließenden und schwimmenden Gletschern gedeutet. Bei fallender Tide sollen die Gletscher auf das weiche Sediment aufgesetzt sein und es an ihrer Vorderkante hochgepresst haben. Aus der Abfolge dieser Aufsetzlinien ist dann unter Zugrundelegung des Tidenzyklus eine Gletscher-Rückzugsrate von 40 bis 50 Meter pro Tag oder > 10 Kilometer pro Jahr ermittelt worden (Dowdeswell et al. 2020). Wird diese lokale Rückzugsrate auf den Abbau großer Inlandeiskörper (>= 3000 km) übertragen, könnte die Gletscher- und Eisschmelze am Ende der Eiszeit quasi schlagartig in wenigen Jahrhunderten geschehen sein.

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