The „human tail“

Entwicklungsstörung oder Hinweis auf geschwänzte Vorfahren des Menschen?

Autor/innen

  • Henrik Ullrich
    sg@wort-und-wissen.de (journal.primary_contact69a84433d4b51)
2004-11-01
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Fehlbildungen der menschlichen Individualentwicklung der unteren Rückenanteile und des Steißbeins können sich in Form „schwanzartiger“ Anhängsel oder als Vorwölbungen über der Steißbeinspitze darstellen. Diese Strukturen werden häufig als prominentes Argument zitiert, um die Existenz von Atavismen beim Menschen zu belegen – Rückschläge in stammesgeschichtlich frühere tierische Stadien. Die normalen anatomischen und ontogenetischen Zusammenhänge der Entwicklung dieser Region werden den unterschiedlichen teratologischen (Mißbildungs-) Mustern und ihren möglichen Ursachen gegenübergestellt. Zusammen mit vergleichend anatomischen Betrachtungen sprechen die vorliegenden Befunde gegen eine Interpretation dieser Fehlbildungen als reaktiviertes Merkmal geschwänzter Vorfahren. Ebenso ungerechtfertigt ist eine homologe Gleichsetzung der embryonal auftretenden kaudalen Knospe beim Menschen mit den echten Schwänzen von Wirbeltieren.

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