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Betrieben Neandertaler Gesundheitsfürsorge?

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  • Benjamin Scholl
2025-04-26

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Betrieben Neandertaler Gesundheitsfürsorge ?

Spikins und Kollegen (2018) untersuchten archäologische Hinweise, die zeigen, wie weit verbreitet eine typisch menschliche gesundheitliche Versorgung von Gruppenmitgliedern bei Neandertalern war. Es gibt fossile Hinweise auf bei Neandertalern verheilte Verletzungen, welche mit Sicherheit nur dank einer Versorgung durch Gruppenmitglieder überstanden werden konnten. Auch die ­Praxis der Bestattung unter Neandertalern ist mittlerweile gut belegt und liefert starke Indizien für eine Fürsorge im Leben wie im Tod.

Einleitung

Die Frage nach der Gesundheitsfürsorge der Neandertaler im Umgang miteinander war und ist unter Wissenschaftlern stark von evolutionären Deutungen beeinflusst (vgl. Spikins et al. 2018). Allerdings nimmt in jüngerer Zeit die Zahl der Forscher zu, die einige Genesungen von erkrankten oder verletzten Neandertalern als Hinweise auf soziale Fürsorge unter diesen frühen Menschen und damit als „aktive Pflege“ ansehen (ebd.). Mit solchen Neandertaler-Fossilien haben sich Spikins et al. (2018) genauer beschäftigt und dabei viele Fälle von Gesundheitsfürsorge bei Neandertalern nachgewiesen.

Beispiele für Gesundheitsfürsorge bei Neandertalern

Ein berühmtes Beispiel für Gesundheitsfürsorge ist der Neandertaler Shanidar 1 aus dem Irak (Spikins et al. 2018; vgl. Pomeroy et al. 2020). Dieser Neandertaler überlebte bis ins hohe Alter trotz massiver Einschränkungen hinsichtlich Fortbewegung, Beweglichkeit der Hand und Wahrnehmungsfähigkeit infolge massiver Verletzungen. Diese Umstände machten eine tägliche Versorgung des Individuums notwendig (Spikins et al. 2018). Spikins et al. (2018, 386) führen weiter aus: „[V]iele andere Neandertaler zeigen Anzeichen für eine Erholung von schweren Verletzungen“ (vgl. Sala et al. 2015, Table S1). Besonders eindrucksvoll ist die Tatsache, dass Verletzungen an Fossilfunden von Neandertalern über die ganze Zeitepoche dieser Frühmenschen (ca. 300.000 bis 30.000 rJ; rJ = radiometrische Jahre) nachgewiesen werden können (Spikins et al. 2018).

Das Überleben von Traumata bei Neandertaler-Fossilien findet sich über ihre ganze Existenzdauer. Bei dokumentierten Fällen sozialer Fürsorge bei schweren Erkrankungen handelt es sich also nicht um Einzelfälle.

Tatsächlich konnte bei vielen Neandertalern nachgewiesen werden, dass sie schwere Erkrankungen oder Verletzungen überlebt haben (Spikins et al. 2018, 388): La Ferrassie 1 und 2 sowie Tabun 1 erholten sich von Brüchen der Beinknochen. Shanidar 3 überlebte einen Bruch bzw. eine Verstauchung des rechten Fußes mit der Folge einer Arthrose (degenerativer Gelenkverschleiß) sowie einer Verletzung der neunten Rippe durch ein Projektil eines menschlichen Angriffs (vgl. ebd.; Pomeroy et al. 2020). Neandertaler 1 (Feldhofer), Krapina 180 und La Quina 5 haben Armverletzungen überstanden, die wohl ihr Überleben ohne fremde Hilfe unmöglich machten. Kiik-Koba litt unter einer Versteifung der Wirbelsäule, und La Chapelle aux Saints 1 hatte schwere Osteoarthritis – beides schränkte sicherlich die Beweglichkeit ein. St. Césaire 1 und Krapina 37 überlebten Schädelbrüche. Aubesier 11 und Guttari 1 litten nicht nur unter Zahnlosigkeit, sondern auch an schweren Entzündungen. Beides machte wahrscheinlich die Hilfe anderer Neandertaler bei der Lebensbewältigung erforderlich.

Figure 1. Abb. 1 Spikins und Kollegen (2018) konnten zeigen, dass Neandertaler in der Gesundheitsfürsorge unter Gruppenmitgliedern tätig waren. Dieser rekonstruierte Neandertaler in einem Arztkittel würde heute wahrscheinlich nicht sonderlich auffallen. (bearbeitet nach Adobe Stock)

Ein besonders eindrückliches Beispiel für einen Pflegebedürften ist La Chapelle-aux-Saints 1 (Spikins et al. 2018, 389f). Der zahnlose Neandertaler litt an verschiedenen schwerwiegenden Erkrankungen (z. B. starke Knochenentzündung, Kiefergelenksarthrose und weitere Entzündungsprozesse). Da er mit seinen Erkrankungen lange Zeit überlebte, muss er wohl gut von seiner Gruppe versorgt worden sein – was Hygiene, Nahrungsversorgung, Umlagerung und Fieberkontrolle betraf. Und das, obwohl der Gruppe sicherlich bewusst war, dass er keinen großen Beitrag zum Überleben der Gruppe leisten konnte – insbesondere in seinem letzten Lebensjahr. Außerdem wurde er nach seinem Tod „sorgfältig“ und mühevoll begraben (ebd., 389f; vgl. Condemi & Savatier 2020, 198f; Rendu et al. 2013).

Auch der Neandertaler La Ferassie 1 war bereits früher einmal von einer Fraktur am großen Rollhügel des rechten Oberschenkelknochens genesen und hatte wohl damals schon Pflege erhalten. Später stand es aber noch ernster um ihn: Er hatte nach konservativer Schätzung mehrere Abszesse in Zahn- und Kieferregion sowie weitere Erkrankungen (z. B. eine Entzündung der Knochenhaut an mehreren Knochen). Somit war er in den letzten ca. 2–14 Lebensmonaten in allen Alltagsbereichen schwer eingeschränkt, sodass er von den Gruppen völlig abhängig war und vielfältig gepflegt werden musste. Auch er wurde begraben (Spikins et al. 2018, 390; vgl. Balzeau et al. 2020, 7).

Schlussfolgerungen zum Pflegeverhalten der Neandertaler

Den Autoren um Spikins zufolge spricht eine so intensive Pflege wie bei den beiden letztgenannten Neandertalern dagegen, dass man hier aus purer Nutzenmaximierung ein Gruppenmitglied deshalb gepflegt hätte, weil es aus evolutionärer Perspektive „nützlich“ für die Gruppe war (ebd., 390). „Ihre Fürsorge konnte kein anderes Ziel haben, als praktische und emotionale Unterstützung zu leisten, um den Übergang zum Sterben zu erleichtern.“ (ebd.) Somit handelt es sich um einen Nachweis für echten Altruismus (Hilfe ohne Gegenleistung) bei Neandertalern – eine  Verhaltensweise, die bei Affen äußerst selten und bei heutigen Menschen äußerst häufig und typisch ist (vgl. Scholl 2018).

Spikins et al. (2018, 393) sehen weitere Belege bei den hohen Heilungsraten bei Neandertalern. Sie setzten wohl auch Zahnstocher bei Zahnentzündung sowie ggf. pflanzliche Medizin ein. Pappelreste zwischen den Zähnen des Neandertalers von El Sidrón, der einen Zahnabszess hatte, könnten ein Hinweis auf den Gebrauch von Schmerzmitteln (Salicylsäurederivate) sein (ebd.). Auch gefundene Reste von Teer oder Ocker könnten eventuell medizinisch gebraucht worden sein (ebd.). Insgesamt sehen die Autoren somit starke Belege dafür, „dass Menschen mit Verletzungen und Beeinträchtigungen unterstützt und versorgt wurden, oft mit erheblichem Aufwand, Geschick und Wissen.“ (S. 394) Neandertaler kooperierten hinsichtlich Nahrungsbeschaffung, Jagd, Kinderbetreuung und Gesundheitsfürsorge. Dies spricht für feste soziale Bindungen und gegenseitige Opferbereitschaft (S. 395).

Die Fürsorge der Neandertaler „konnte kein anderes Ziel haben, als praktische und emotionale Unterstützung zu leisten, um den Übergang zum Sterben zu erleichtern“.

Neandertaler kümmerten sich auch um ihre Kinder, da sie verstorbene Säuglinge nicht einfach „entsorgten“, sondern bestatteten (Spikins et al. 2018, 396). Es gibt mehrere Beispiele für Bestattung von Kindern und Säuglingen; darauf weisen die (entsprechende) Körperstellung, ausgehobene Gräber, Steinplatten sowie wahrscheinliche Grabbeigaben – wie ein Hirsch-Unterkiefer oder ein Feuerstein – hin (z. B. Amud, La Ferassie, Dederiyeh-Höhle; ebd.; vgl. Balzeau et al. 2020, 1).

Figure 2. Abb. 2 Die beiden Neandertaler La Ferassie 1 und La Chapelle aux Saints 1 muss­ten jeweils von ihrer Gruppe aufgrund schwerer gesundheitlicher Probleme lange intensiv gepflegt worden sein. (Fotos: Markus Sujata; Christian Dreber)

Auch erwachsene Neandertaler wurden mit „komplexen und vielfältigen Bestattungspraktiken“ beigesetzt. Des Öfteren wurden die Verstorbenen dabei bewusst auf oder unter Steinplatten platziert (Spikins et al. 2018, 396; vgl. Carbonell & Mosquera 2006, 158f; Sawyer & Deak 2008, 164; Rendu et al. 2013). Je nach Autoren ist von ca. 12, 30 oder 40 absichtlichen Bestattungen die Rede (ebd. sowie Willems 2014). Weitere Beispiele für wahrscheinliche Grabbeigaben oder „Weihgaben“ sind Steinwerkzeuge (bei der Mehrzahl der Leichen) z. T. von hoher Qualität, Ziegenhörner (Teschik-Tasch), Stoßzähne aus Elfenbein (Le Roc-de-Marsal) und sogar roter Ocker (La Chapelle-aux-Saints) sowie der kunstvoll gefertigte Acheuléen-Faustkeil namens „Excalibur“ des noch älteren Heidelberger Menschen (Sima de los Huesos) als Zeichen einer „Beerdigungs-Zeremonie“ (Carbonell & Mosquera 2006, 158f; Condemi & Savatier 2020, 186f). Es wurde sogar eine Beigabe Blumen in Shanidar diskutiert (vgl. ebd.; Sawyer & Deak 2008, 164), für die Pomeroy et al. (2020) durch eine weitere belegte Beerdigung in unmittelbarer Nähe „starke Belege“ gefunden haben.

Interessanterweise wird auch eine Bearbeitung der Knochen verstorbener (aber nicht getöteter) Neandertaler sowie Kannibalismus, der ebenso von Homo sapiens an manchen Orten praktiziert wurde, als ein Hinweis auf ein symbolisches, rituelles Verhalten gedeutet (Radovčić et al. 2015; Sala et al. 2015, 2; Condemi & Savatier 2020, 201f, 236f; Frayer und Radovčić 2022).

Insgesamt schlussfolgern Condemi & Savatier (2020, 198f): „Wer noch daran zweifelt, dass die kognitiven Fähigkeiten des Neandertalers denen des Sapiens [modernen Menschen] ähnelten, den wird die Betrachtung des Bereichs der Bestattungen vollends überzeugen. Allgemein gesprochen, können die für einen Toten dargebrachten Gesten nichts anderes als in hohem Maße symbolisch sein. [...] Diese Gesten ergeben nur Sinn, wenn es eine kollektive Vorstellung gibt, die die Bemühungen rechtfertigt, dem Verstorbenen Ehrerbietung und Zuneigung zu erweisen und ihm auf seinem Weg ins Jenseits zu helfen. In Europa beginnt das Phänomen der Neandertalerbestattungen etwa 10.000 Jahre vor jeglichem Kontakt mit dem H. sapiens, vor etwa 50.000 [radiometrischen] Jahren.“

Die Bestattungsrituale der Neandertaler sind in hohem Maße symbolisch und sprechen für eine kollektive Jenseits-Vorstellung.

Spikins et al. (2018, 397) kommen zu dem Ergebnis, dass Gesundheitsfürsorge und Bestattungen bei Neandertalern typisch sowie „organisiert, sachkundig und fürsorglich“ waren. Sie schlussfolgern, dass Neandertaler mit uns heutigen Menschen das typische Mitgefühl und die Hilfsbereitschaft beim Leiden und Sterben nahestehender Menschen teilen.

Figure 3. Abb. 3 Dieser zahnlose Homo erectus aus Dmanisi wurde wohl von seiner Gruppe versorgt. (Eigenes Foto)

Gegenseitige Fürsorge bei noch früheren Menschenformen

Interessant ist, dass Zusammenarbeit und die gegenseitige Fürsorge in der Gruppe sogar bei noch älteren Menschenformen nachgewiesen werden können. Seit ca. 1,3 MrJ (Millionen radiometrische Jahre) ist die gemeinsame Nahrungsbeschaffung durch eine kollektive, risikoreiche Jagd beim früheren Homo erectus belegt (Spikins et al. 2018, 394; vgl. Condemi & Savatier 2020, 152f). Ein Homo erectus/ergaster aus Olduvai (Tansania) wurde schon vor 1,6 MrJ „trotz starker Schmerzen und Bewusstlosigkeit aufgrund von Hypervitaminose A (Vitamin-A-Vergiftung) mehrere Wochen lang versorgt und vor Raubtieren geschützt“ (vgl. Spikins et al. 2018, 394). Und wahrscheinlich kümmerte sich Homo erectus aus Dmanisi schon vor ca. 1,8 MrJ um ein zahnloses Gruppenmitglied (vgl. Scholl 2022). Aus der Zeit vor ca. 400.000 rJ gibt es gute Belege für das Praktizieren von Pflege bei Heidelberger Menschen aus Sima de los Huesos in Spanien: Es gab ein Kind mit Kraniosynostose (frühzeitiger Verschluss der Wachstumsfugen mit Schädeldeformation), das viele Jahre lang unterstützt wurde, ebenso wie einen älteren Mann, der aufgrund seiner degenerierten Hüfte nur unter großen Schmerzen und Schwierigkeiten gehen konnte (Spikins et al, 2018, 394).

Fazit aus Schöpfungsperspektive

Insgesamt zeigen diese Befunde von Spikins et al. (2018), dass Neandertaler (und auch schon frühere Menschenformen) sich fürsorglich um verletzte oder erkrankte Gruppenmitglieder kümmerten, wie dies bei heutigen Menschen typisch ist. Sie hatten sicherlich Mitgefühl füreinander, was über bloßen Eigennutz weit hinausging, und sie konnten sachkundige Pflege sowie rituelle Bestattungen Verstorbener durchführen. Vergleicht man dieses Verhalten mit heutigen Affen (vgl. Scholl 2018) wird klar, dass eine gewaltige verhaltensbiologische Kluft zwischen Menschenaffen und Menschen klafft – auch bei den frühesten Menschenformen.

Während evolutionäre Modelle die Herkunft dieser typisch menschlichen Verhaltensweisen nicht schlüssig erklären können, liefert das Schöpfungsmodell des erschaffenen Grundtyps Mensch im Bild eines intelligenten Schöpfers schlüssige Antworten über den Menschen als Beziehungswesen, der von Anfang an zu Liebe, Mitgefühl und Pflege fähig war (vgl. Scholl 2018; 2022).

Eine ausführlichere Version dieses Artikels findet sich hier : https://www.wort-und-wissen.org/artikel/fuersorge-neandertaler/ .

Literatur

Balzeau A et al. (2020) Pluridisciplinary evidence for burial for the La Ferrassie 8 Neandertal child. Sci. Rep. 10, 21230.

Carbonell E & Mosquera M (2006) The emergence of a symbolic behaviour: the sepulchral pit of Sima de los Huesos, Sierra de Atapuerca, Burgos, Spain. C. R. Palevol. 5, 155–160.

Condemi S & Savatier F (2020) Der Neandertaler, unser Bruder (Beck Paperback) (German Edition) C.H.Beck. Kindle-Version.

Frayer DW & Radovčić D (2022) Rockshelter Discoveries Show Neandertals Were a Lot like Us. Scientific American, veröffentlicht am 01.02.2022, https://www.scientificamerican.com/article/rockshelter-discoveries-show-neandertals-were-a-lot-like-us/.

Pomeroy E et al. (2020) New Neanderthal remains associated with the ‘flower burial’ at Shanidar Cave. Antiquity 94, 11–26.

Radovčić D, Sršen AO, Radovčić J & Frayer DW (2015) Evidence for Neandertal Jewelry: Modified White-Tailed Eagle Claws at Krapina. PLoS ONE 10, e0119802, doi:10.1371/journal.pone.0119802.

Rendu W et al. (2013) Evidence supporting an intentional Neandertal burial at La Chapelle-aux-Saints. PNAS 111, 81–86.

Sala N et al. (2015) Lethal Interpersonal Violence in the Middle Pleistocene. PLoS ONE 10, e0126589, https://doi.org/10.1371/journal.pone.0126589.

Sawyer GJ & Deak V (2008) Der lange Weg zum Menschen. Lebensbilder aus 7 Millionen Jahren Evolution. Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg.

Scholl B (2018) Affe = Mensch? Ein Überblick über verhaltensbiologische Unterschiede zwischen Affen und Menschen. W+W Special Paper B-18-1, https://www.wort-und-wissen.org/wp-content/uploads/b-18-1_affe-mensch.pdf.

Scholl B (2022) Homininen-Schädel: „Stolpersteine“ des Grundtypmodells? Eine schöpfungstheoretische Deutung der Funde von Dmanisi. W+W Special Paper B-22-1, https://www.wort-und-wissen.org/artikel/homininen-schaedel/.

Scholl B (2023) Hatte Homo erectus eine verkürzte Kindheit ähnlich derjenigen der Menschenaffen? W+W Special Paper B-22-3 (in Vorbereitung).

Spikins P, Needham A, Tilley L & Hitchens G (2018) Calculated or caring? Neanderthal healthcare in social context. World Archaeology 50, 384–403.

Willems W (2014) Neandertaler bestatteten ihre Toten – doch warum? welt.de, veröffentlicht am 19.01.2014, https://www.welt.de/wissenschaft/article123994995/Neandertaler-bestatteten-ihre-Toten-doch-warum.html.

Spikins und Kollegen (2018) untersuchten archäologische Hinweise, die zeigen, wie weit verbreitet eine typisch menschliche gesundheitliche Versorgung von Gruppenmitgliedern bei Neandertalern war. Es gibt fossile Hinweise auf bei Neandertalern verheilte Verletzungen, welche mit Sicherheit nur dank einer Versorgung durch Gruppenmitglieder überstanden werden konnten. Auch die ­Praxis der Bestattung unter Neandertalern ist mittlerweile gut belegt und liefert starke Indizien für eine Fürsorge im Leben wie im Tod.


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