Archive - Seite 3

  • Titelbild

    Das abscheuliche Geheimnis
    Bd. 7 Nr. 2 (2000)

    Um ein berühmtes paläontologisches "Geheimnis" geht es im Beitrag über den Ursprung der Angiospermen, der bedecktsamigen Blütenpflanzen, die heute einen Großteil der Vegetation ausmachen. Charles Darwin nannte dieses Geheimnis "abscheulich", weil das plötzliche Erscheinen von Angiospermen in der Fossilüberlieferung durchaus nicht in seine Theorie paßte. Trotz vieler mittlerweile entdeckter Angiospermenfossilien sind die wesentlichen Fragen zur Entstehung dieser größten Pflanzengruppe auch heute unbeantwortet.

  • Titelbild

    Kein Platz für Außerirdische?
    Bd. 7 Nr. 1 (2000)

    Wie in der letzten Ausgabe von Studium Integrale journal kurz berichtet, werden erhebliche finanzielle und personelle Anstrengungen unternommen, um Leben außerhalb unseres Planten in der näheren kosmischen Umgebung oder im fernen Weltraum nachzuweisen. Hinter diesen Bemühungen stehen zweifellos bedeutende weltanschauliche Fragestellungen. Daher ist ein sachlich gehaltener Blick auf die bisher vorliegenden Erkenntnisse wichtig. N. Pailer & M. Kasemann geben hierzu einen aktuellen Überblick.

  • Titelbild

    Archäologie und Radiokarbondatierung
    Bd. 6 Nr. 2 (1999)

    Im abschließenden Teil seiner Aufsatzfolge beschäftigt sich U. Zerbst mit der Datierung historischer Funde des Alten Orients. Anhand dreier Regionen wendet sich der Autor der Frage zu, inwieweit zwischen den kalibrierten Radiokarbondaten und den historisch-archäologischen Daten ein systematischer Versatz existiert. Neuere Daten vom zweiten vorchristlichen Jahrtausend aufwärts weisen eine stabile Tendenz aus, nach der die Radiokarbondaten höher sind als die historischen Zahlen. Eine mögliche Ursache könnten die historischen Chronologien, eine andere die Assoziierung der Funde mit diesen Chronologien oder ein systematischer Versatzes in C14-Kalibrierkurven sein.

  • Titelbild

    Faszination Kolibris
    Bd. 6 Nr. 1 (1999)

    In einem Überblicksbeitrag berichtet A. Weller über eine der artenreichsten tropischen Vogelfamilien, die Kolibris. Diese faszinierenden Geschöpfe bilden nicht nur ein Musterbeispiel einer erfolgreichen mikroevolutiven Radiation, sondern zeigen auch außergewöhnliche morphologisch-anatomische und physiologische Eigenschaften. Die aufgrund ihrer geringen Größe erforderlichen Stoffwechselleistungen reichen offenbar bis an die Grenzen des physiologisch und energetisch Möglichen heran.

  • Titelbild

    Bärlappbäume des Karbons
    Bd. 5 Nr. 2 (1998)

    In einem paläobotanischen Beitrag stellt Reinhard Junker die hauptsächlich aus dem Karbon bekannten Bärlappbäume vor. Diese auch als Schuppen- und Siegelbäume bezeichneten Gewächse wiesen eine einzigartige Anatomie auf, die von der anderer Baumgestalten deutlich verschieden war. Viele anatomische Eigentümlichkeiten sind nur verständlich unter der Annahme, daß diese Bäume auch einen ungewöhnlichen Lebensraum besaßen, nämlich die Oberfläche von Gewässern. In einem zweiten Teil soll auf stammesgeschichtliche Aspekte eingegangen werden.

  • Titelbild

    Die Wiederentdeckung eines Irrtums
    Bd. 5 Nr. 1 (1998)

    Können aus dem Bau und der Ontogenese heutiger Lebewesen Rückschlüsse auf die mutmaßliche Stammesgeschichte gezogen werden? Der Zoologe Ernst Haeckel hatte dies nicht nur mit einem klaren "Ja" beantwortet, sondern dazu das berühmte "Biogenetische Grundgesetz" formuliert. Sein Gesetz war schon immer umstritten und wurde vielfach modifiziert. H. Ullrich zeigt in seinem Beitrag, daß auch die moderne Modifikation dieses Gesetzes den embryologischen Befunden nicht entspricht. Die Ontogenese verrät nichts Verbindliches über die zugrundegelegte Stammesgeschichte.

  • Titelbild

    Explosive Artbildung
    Bd. 4 Nr. 2 (1997)

    Ein Umdenken könnte sich in der Frage nach der Geschwindigkeit mikroevolutiver Prozesse abzeichnen. Die Untersu­chungen häufen sich, wonach Artbildungs- und Selektionsprozesse viel schneller ablaufen können als nach klassischer neodarwinistischer Vorstel­lung lange Zeit vermutet worden ist. J. Fehrer erläutert Untersuchungen an den inzwischen berühmt gewordenen Buntbarschen der ostafrikanischen Seen, die aufzahlreiche Artaufspaltungen innerhalb der letzten 200 Jahre hinweisen. K. Neuhaus schildert ein weiteres Beispiel von schneller Anpas­sung in seinem Beitrag über Variationen der Länge der Hinterbeine von Leguanen.
    Hinterbeine von Leguanen in Abhängigkeit vom
    besiedelten Lebensraum.

  • Titelbild

    Leben auf dem Mars?
    Bd. 4 Nr. 1 (1997)

    Alle anderen interessanten Themen wurden im zweiten Halbjahr 1996 überlagert von den Sen­sationsmeldungen über vergangenes "Leben" auf dem Mars. Inzwischen scheint sich hier eher
    Ernüchterung breit zu machen. Ende 1996 kommen einem jene heißen Tage im Sommer, als NASA­
    Wissenschaftler unter der Leitung von D. McKay Hinweise für Leben auf dem Mars präsen­tierten, wie ein Traum vor, meinte New Seientist in der letzten Ausgabe von 1996. Hören wir die" Toten­glocke für das Leben auf dem Mars"? N. Pailer läßt die Diskussion über den Marsmeteoriten ALH8400 l Revue passieren.

  • Titelbild

    Das Alter der Welt
    Bd. 3 Nr. 2 (1996)

    Neue Daten bringen oft nicht nur Klärungen, sondern werfen neue Fragen auf. Das gilt auch für die Astrophysik der letzten Jahre, die an Spannung nichts zu wünschen übrig läßt. Nach Auffassung vieler Wissenschaftler kann die Frage nach dem Alter der Welt heute nicht abgehakt werden - im Gegenteil: die Diskussiondarüber ist in vollem Gange. N. Pailer zeichnet die Argumentationsfolge nach, anhand
    derer räumliche und zeitliche Vorstellungen über das Weltall begründet werden und stellt eine Reihe
    von Problemfällen im Weltbild der Kosmologen zusammen.

  • Titelbild

    Die Erde hat Geburtstag
    Bd. 3 Nr. 1 (1996)

    Wird über die Entwicklung der Vorstellungen zum Erdalter berichtet, so darf eine Zahl nicht fehlen: das
    Schöpfungsdatum 4004 v. Chr., von Bischof Ussher scheinbar ausschließlich nach den chronolo­gischen Angaben der Bibel errechnet. Manchmal wird das Schöpfungsereignis noch präziser gefaßt: am Sonntag den 23. Oktober um 9 Uhr morgens eine Angabe, die ebenfalls auf Ussher zurückgehen soll. Folgt man dieser Chronologie, so erreicht die Erde im Jahr 1996 das runde Alter von 6000 Jahren. Eine Zahl von einiger Brisanz, Anlaß genug also, das Zustandekommen dieses Datums näher zu beleuchten.

  • Titelbild

    Verbotene Archäologie
    Bd. 2 Nr. 2 (1995)

    In der Praxis wendet sich der Wissen­schaftler nicht allen erreichbaren Daten mit glei­cher Sorgfalt zu. Daß dem so ist, haben M. A. Cremo & R. L. Thompson in ihrem wissenschaftsgeschichtlichen Werk "Verbotene Archäologie" in bezug auf Daten über menschliche Artefakte gezeigt. M. Stephan stellt dieses Buch vor, das über die betroffene Fach­disziplin hinaus für jeden Wissenschaftler und wissenschaftlieh Interessierten von Interesse sein dürf­te. In der Wirklichkeit des Wissenschaftsbetriebs läßt sich der hervorgehobene Stellenwert der Daten oft nur noch als anstrebenswerte Norm wiederfin­den - und, wie Cremo &Thompson zeigen, gele­gentlich nicht einmal das.

  • Titelbild

    Woher kam Adam?
    Bd. 2 Nr. 1 (1995)

    Besonderes Interesse gilt den Fragen nach der Herkunft unserer eigenen Gattung. Gibt es einen genealogisch nachvollziehbaren Weg von affenartigen Primaten zum Menschen? S. Hartwig-Scherer zeigt in ihrem Beitrag, weshalb in jüngerer Zeit wieder vermehrt an den Nahen Osten als Ausbrei­tungszentrum des Menschen gedacht wird - eine für die Schöpfungslehre höchst interessante Diskussi­on! In einem weiteren Beitrag zur Paläanthropo­logie wertet M. Brandt Indizien für einen eventuellen Werkzeuggebrauch von Australopithecus, einer ausgestorbenen Menschenaffengattung, die viele Evolutionstheoretiker in eine direkte Abstam­mungslinie zum Menschen stellen.

  • Titelbild

    Genetische Algorithmen
    Bd. 1 Nr. 1 (1994)

    Man hat mehr oder minder deutlich versichert, daß der Mensch nichts sei als ein "einsamer Zigeuner am Rande des Uni­versums", zwanghaft den blinden Pfeilen der Evoluti­on folgend, als letztes Ziel das Grab. Viele spüren es: Damit kann man weder leben noch sterben - das kann doch nicht alles sein! Der Mensch ist ein Gottsucher - weder westliche noch östliche materialistische Philosophien, Wissenschaftsverständ­nisse und Praktiken konnten das ändern. Im Gegenteil, das lange negierte Bedürfnis nach Transzendenz wird immer drängender.

51-63 von 63