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    Der Mensch und sein Genom
    Bd. 20 Nr. 1 (2013)

    Mit der immer größer werdenden Fülle von Daten über das Erbgut des Menschen und Menschenaffen befasst sich diese Ausgabe. Vergleiche zwischen dem Genom des Menschen und dem Genom anderer Organismen werden häufig herangezogen, um bereits etablierte Vorstellungen bezüglich ihrer angenommenen Evolution zu untermauern. Die Forschungen auf diesem Gebiet zeigen, dass viele Merkmale spezifisch für Menschen sind und dass die genetischen Unterschiede zwischen Mensch und Schimpanse weitaus größer sind als früher angenommen wurde, so dass der Mensch anhand genetischer Merkmale klar von anderen Lebewesen abgegrenzt werden kann.

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    Experimente mit Eidechsen auf Inseln
    Bd. 19 Nr. 2 (2012)

    Dass Daten unterschiedliche Deutungen erlauben, ist Lesern des Studium Integrale Journals sicher vertraut. Bemerkenswert sind Entdeckungen, die durch Forschung im Rahmen des evolutionären Ansatzes gemacht wurden, sich aber auch gut in das Grundtypkonzept einfügen lassen. In einigen Artikels dieser Ausgabe werden solche Befunde geschildert, nämlich die Verteilung sogenannten Supersoldatinnen bei Ameisen oder experimentelle Studien mit Eidechsen auf Inseln. Der Ansatz, dass die Lebewesen als polyvalente Grundtypen ihr Dasein begonnen haben, erfuhr dadurch neue Stützen.

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    Wie Fliegen fliegen
    Bd. 19 Nr. 1 (2012)

    Ausgeklügelte technische Designs erlauben den Fliegen ungewöhnliche Flugkünste, wie in dieser Ausgabe nachgelesen werden kann. Auf eine andere Weise erstaunlich ist, dass zahlreiche komplexe Merkmale und Verhaltensweisen von Zweiflüglern vielfach unabhängig entstanden sind. Noch vor etwa 30 Jahren konnte man den Eindruck gewinnen, Konvergenzen seien etwas Seltenes, doch auch diese Sicht ist mittlerweile hinfällig geworden. S. C. Morris nimmt die Tatsache, dass Konvergenzen sehr verbreitet sind, sogar zum Anlass, auf einen „Einstein der Biologie“ zu hoffen, der eine Erklärung für deren verbreitetes Auftreten liefert.

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    Täuschen und tricksen
    Bd. 18 Nr. 2 (2011)

    Tricksen und täuschen ist ein großes Thema in der Tier- und Pflanzenwelt. Bei den Orchideen ist eine erhebliche Anzahl von Arten ganz stark darin, Blütenbesucher hinters Licht zu führen. Sie erwecken den Eindruck, für Insekten ein lockendes Nahrungsangebot auf Lager zu haben oder täuschen einen Sexualpartner vor, nutzen aber den dadurch herbeigeführten Blütenbesuch, um die Besucher als Transporteure für den Pollen zu nutzen. Die Mittel der Anlockung erweisen sich in manchen Fällen von Art zu Art innerhalb derselben Gattung als deutlich verschieden, was wie eine vorprogrammierte Situation erscheint.

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    Grundtypstudien an Papageien
    Bd. 18 Nr. 1 (2011)

    Ein Autorenteam berichtet über Grundtypstudien bei Papageien. Diese zeigen, dass die Papageien in vielerlei Hinsicht eine klar abgegrenzte Vogelordnung sind, die deutliche interne Verbindungen zeigt. Wie in vielen anderen Grundtypen kann die Verteilung der Merkmale innerhalb der Gruppe am besten verstanden werden, wenn man von einer genetisch polyvalenten Ausgangsgruppe ausgeht. Das bedeutet, dass ein großes Potential an Ausprägungsmöglichkeiten bereits zu Beginn angelegt war. Eine Bestätigung dieses Konzepts liefern auch Untersuchungen über die Ausbildung der Fellmuster bei den Katzenartigen, über die H.-B. Braun berichtet.

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    Optimal für scharfes Sehen
    Bd. 17 Nr. 2 (2010)

    Eines der meist vorgebrachten Argumente gegen ein Schöpfungsverständnis in der Biologie ist der Verweis auf mutmaßlich schlechtes Design. Das Argument ist mindesten so alt wie Darwins epochemachendes Werk Über den Ursprung der Arten. Das Vorkommen rudimentärer Organe sei nicht überzeugend zu erklären, wenn man von einer speziellen Schöpfung ausgehe. Seine Lehre von der Abstammung mit Modifikationen erkläre dagegen den Ursprung rudimentärer Organe sehr einfach. Mittlerweile ist die angemessene Funktionalität vermeintlicher rudimentärer Organe jedoch in vielen Fällen, wie dem inversen Aufbau des Linsenauges der Wirbeltiere, längst nachgewiesen.

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    Bakterienmotor vor Gericht
    Bd. 17 Nr. 1 (2010)

    Es gibt vermutlich kaum eine andere biologische Konstruktion, deren Entstehung ähnlich häufig und kontrovers – bis in Gerichtsverhandlungen hinein – diskutiert wurde wie der „Ultra-Miniatur-Nano-Elektro-Rotationsmotor“, der vielen Bakterien ihre Beweglichkeit ermöglicht. Wer sich die Details und die Leistungsfähigkeit dieser Motoren vor Augen hält, kann nur staunen, und es drängt sich der Gedanke auf, dass ein solches Gebilde auf einen Schöpfer hinweist. Die Parallelen zu technischen Konstruktionen sind beeindruckend, und die Unterschiede zur menschengemachten Technik werfen erst recht die Frage nach einem Urheber auf.

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    Neue Physik
    Bd. 16 Nr. 2 (2009)

    Das kosmologische Standardmodell ist auf bisher unbekannte Neue Physik angewiesen ist. Ohne Rückgriff auf solche bislang rein spekulative Theorien lassen sich einige grundlegende kosmologische Beobachtungen im Urknallmodell nicht erklären. Fragen werfen auch neue Befunde zu alten Proteinen aus Dinosaurierfossilien auf. Die Entdeckung der Erhaltung von Weichteilen und Proteinfragmenten in Dinosaurierfossilien waren mit Skepsis und Kritik aufgenommen worden, haben aber auch neue Untersuchungen angeregt. Die Ergebnisse bestätigen, dass diese den originalen Fossilien zuzuordnen sind, was die Frage nach deren Erhaltungsmöglichkeit über geologische Zeiträume aufwirft.

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    Fast lebendige Moleküle
    Bd. 16 Nr. 1 (2009)

    Im Zusammenhang mit Evolution interessieren sich die Forscher bekanntlich auch für die Entstehung des Lebens. Mit reißerischen Überschriften wie „Fast lebendige Moleküle“ wurde in der Presse der Eindruck erweckt, als sei man in dieser Frage ein gutes Stück vorangekommen. H. Binder analysiert die betreffenden Originalarbeiten und kommt zum Ergebnis: Nur mit Erfahrung und lenkendem Eingreifen kann man interessante chemische Systeme entwickeln. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse deuten andererseits aber auch an, wo die Grenzen natürlicher Prozesse liegen könnten.

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    20 Millionen Jahre fehlen
    Bd. 15 Nr. 2 (2008)

    Dass in der Ursprungsforschung verschiedene Paradigmen ein Existenzrecht haben, wird auf fast spektakuläre Weise durch den geologischen Beitrag über die Schmiedefeld-Formation deutlich. Ihre Entstehungszeit wird mit ca. 20 Millionen Jahren angegeben, doch die Formation ist sehr geringmächtig.  Die Befunde sprechen für rasche Ablagerung, doch gibt es keine langzeitlichen Schichtlücken. Das führt im Langzeitverständnis in Ausweglosigkeiten, was auch eingestanden wird. Der Aktualismus wird erheblich verletzt, der Befund stellt aber auch die radiometrischen Datierungen in Frage.

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    Die Entstehung der Photosynthese
    Bd. 15 Nr. 1 (2008)

    Die Photosynthese der grünen Pflanzen ist der bedeutendste und produktivste biochemische Prozess der Erde. Dieser grundlegende Prozess läuft nach verschiedenen Mechanismen ab, für deren Entstehung unterschiedliche Hypothesen diskutiert werden. So wird eine besondere Form, die sogenannte C4-Photosynthese, als Beleg für Makroevolution diskutiert. Doch evolutionstheoretisch müsste eine 45-malige unabhängige Entstehung des C4-Komplexes angenommen werden. H. Kutzelnigg kommt zum Schluss, dass die vorliegenden Daten mindestens ebenso gut zum Konzept polyvalenter Grundtypen passen. 

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    Mehr Wissen – mehr Fragen
    Bd. 14 Nr. 2 (2007)

    In mehreren Beiträgen geht es um neue Erkenntnisse über Verwandtschaftsverhältnisse aufgrund molekularer Analysen. Dieser anfangs vielversprechende Ansatz führt in zahlreichen Fällen zu Merkmalskonflikten. Anstelle der Lösung von Problemen tauchen nicht selten neue auf, wo schon alles klar zu sein schien. Dies geht so weit, dass manche Autoren in Frage stellen, dass man unter evolutionstheoretischen Voraussetzungen überhaupt einen Stammbaum des Lebens erwarten könne. Die Ähnlichkeitsbeziehungen der Organismen gleichen nach ihrer Auffassung viel eher einem Netzwerk, besonders bei den Mikroorganismen.

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    Inschriften datieren Eisenzeit
    Bd. 14 Nr. 1 (2007)

    Viele Theologen halten die Historizität der früheren biblischen Geschichte für wenig glaubhaft. Diese Lehrmeinung hat in den letzten Jahren Unterstützung aus der „biblischen“ Archäologie erhalten. Archäologen behaupteten, ihre Funde widersprächen dem Alten Testament in vieler Hinsicht. Aber nicht alle teilen diese Meinung. Eine chronologische Zuweisung von Überresten in der weitgehend stummen Archäologie der Levante ist schwierig, doch P. van der Veen zeigt, wie Studien der ausgegrabenen Inschriften in Israel und Jordanien helfen können, Voreingenommenheit in der Forschung zu überwinden. Die Funde erlauben eine vergleichsweise sichere chronologische Zuordnung und zeigen, wie präzise die biblischen Autoren ihre Welt beschrieben haben.

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    Fehlende Antimaterie im Kosmos
    Bd. 13 Nr. 2 (2006)

    Mit einem ungelösten Rätsel am Schnittpunkt von Kosmologie und Teilchenphysik befaßt sich P. Trüb. Es geht um die Frage, wie die uns bekannte, ausschließlich aus Materie bestehende Welt entstanden sein könnte und weshalb in unserer Umgebung keine Antimaterie existiert. Der Autor diskutiert verschiedene Lösungsvorschläge und kommt zum Schluß, daß zum heutigen Zeitpunkt das Problem der bevorzugten Entstehung von Materie gegenüber Antimaterie ungelöst ist. Er sieht darin eine Parallele zum ungelösten Problem der natürlichen Entstehung der Chiralität bei der erstmaligen Entstehung des Lebens, worüber in der letzten Ausgabe von Studium Integrale journal berichtet wurde.

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    Homochirale Moleküle
    Bd. 13 Nr. 1 (2006)

    Design-Argumente kann man auch in der Chemie formulieren, das zeigt P. Imming in einer Diskussion zur Entstehung der Homochiralität. Gemeint ist damit die Tatsache, daß sehr viele für Leben unverzichtbare Moleküle in den Lebewesen nur in einer von zwei möglichen spiegelbildlichen Formen brauchbar sind. Der Autor stellt fest, daß das Phänomen der Homochiralität sofort verständlich wird, wenn wir nicht auf der Basis unseres Nicht-Wissens, sondern unseres Wissens an die Fragestellung herangehen: Wir wissen, daß durch kreative, gezielte Versuchsplanung und -durchführung Homochiralität erzeugt werden kann. Was bedeutet dies für die erstmalige Entstehung des Lebens?

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    Das Ende der Homologisierung?
    Bd. 12 Nr. 2 (2005)

    Ähnlichkeiten, die als abstammungsbedingt interpretiert werden (Homologien) dienen als Basis für Stammbaumrekonstruktionen. In dieser Ausgabe werden neuere Entwicklungen in der Embryologie diskutiert, welche die Schlußfolgerung nahelegen, daß das klassische evolutionstheoretische Homologieargument am Ende ist. Die Problematik des Homologie-Arguments verdeutlicht auch ein neuer Fossilfund eines Kloakentiers. Dieses Fossil legt eine mindestens zweimal unabhängige Entstehung der typischen Gehörknöchelchen der Säugetiere nahe. Das würde bedeuten, daß ein Schlüsselmerkmal nicht mehr als sicherer Wegweiser für Abstammungszusammenhänge brauchbar ist.

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    Atemberaubende Konvergenz
    Bd. 12 Nr. 1 (2005)

    Eine Schwächung des Homologiearguments bedeutet das Auftreten von Konvergenz: Baugleiche Merkmale sind so unter den Lebewesen verteilt, daß man nicht umhin kommt, eine mehrmalige unabhängige Entstehung anzunehmen. Damit aber kann die Baugleichheit nicht als Beleg für gemeinsame Abstammung gelten. Die Situation wird zunehmend kritischer für evolutionstheoretische Deutungen, denn immer wieder werden auch bei Komplexmerkmalen Konvergenzen entdeckt. Ein Beispiel liefert der Palmendieb, eine eigenartige Krabbe, die ausschließlich auf dem Land lebt. Diese Krabbe besitzt ein komplexes Geruchssystem, das dem von Insekten verblüffend ähnlich ist.

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    Globale Katastrophe
    Bd. 11 Nr. 2 (2004)

    Um globale geologische Katastrophen geht es in einem Beitrag von M. Stephan über die sogenannte „Schneeball-Erde-Hypothese“. Dabei geht es um eine weltweite Komplett-Vereisung im ausgehenden Präkambrium. Abgesehen davon, ob diese Hypothese sich letztlich bestätigt, ist interessant, daß sie mit (sehr) rasch verlaufenden weltweiten katastrophischen Ereignissen einhergeht. Gleichwohl wurde sie von traditionell orientierten Forschern im herkömmlichen geologischen Langzeit-Kontext formuliert. Gegner werfen den Verfechtern der Hypothese vor, das Aktualitätsprinzip zu verletzen.

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    Anomale Rotverschiebung
    Bd. 11 Nr. 1 (2004)

    In der Kosmologie gibt es ähnlich wie in der Evolutionsbiologie ein vorherrschendes Paradigma, das in seinen Grundzügen nicht mehr hinterfragt wird. Die Tatsache, daß man die schwierige Aufgabe hat, anhand einiger weniger indirekter Beobachtungen die Geschichte des ganzen Universums zu rekonstruieren, scheint nur wenige Fachleute zu verunsichern. Doch ist deswegen die Zuversicht gewisser Astronomen berechtigt? Noch immer lehnen einige Astronomen das Standardmodell ab, welches bezüglich der Rotverschiebung die bekannte Hubble-Beziehung voraus sagt. Eine Reihe von Beobachtungen scheint dieser Beziehung jedoch zu widersprechen.

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    Die weiten Maschen der Modelle
    Bd. 10 Nr. 2 (2003)

    Neue Entdeckungen in der Astronomie sind immer wieder für Überraschungen gut. Wir sind hier Zeugen von sich rasch wandelnden Vorstellungen. Noch vor einem Jahrzehnt schien die Suche nach Exo-Planeten außerhalb unseres Planetensystems fast aussichtslos zu sein; mittlerweile jagt dagegen eine Erfolgsmeldung die andere. Doch damit tauchen neue Probleme auf: Die neu entdeckten Planeten passen in keine der bislang etablierten Entstehungstheorien. Diese und andere neueste Entwicklungen in der Erforschung unseres Sonnensystems schildert N. Pailer in seinem spannenden Beitrag über die „weiten Maschen der Modelle“.

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    Schnelle Erdölbildung
    Bd. 10 Nr. 1 (2003)

    Es ist vielleicht der kostbarste Rohstoff der Welt. Sein Besitz kann Macht über Weltmärkte und Krisen oder Kriege bedeuten. Obwohl immer neue Reserven entdeckt und erschlossen werden, sagen Kalkulationen das immer früher kommende Ende der natürlichen Erdöl-Vorräte voraus. Der Beitrag von T. Herzog und I. Heppnerresümiert eine Publikation, in der die Möglichkeit bzw. die Rahmenbedingungen einer Erdölbildung in sehr kurzer Zeit beschrieben werden. Aus Laborversuchen ist längst bekannt, daß die Bildung grundsätzlich von thermodynamischen und physikalischen Größen abhängt und daß die Dauer der Prozesse dabei keine wesentliche Rolle spielt.

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    Die Besiedlung Europas
    Bd. 9 Nr. 2 (2002)

    In dieser Ausgabe beschäftigt uns die Paläoanthropologie, deren Gegenstand die Fossilgeschichte des Menschen ist. Die Entdeckung von Sensationsfunden reißt nicht ab. Nach dem „Millenium-Menschen“ und dem „Kenya-Menschen“ ist der jüngst entdeckte Sahelanthropus aus dem Tschad nicht minder bedeutsam und löst erneut heiße Diskussionen aus. Natürlich interessieren sich die evolutionär orientierten Paläoanthropologen für Indizien, die auf eine Verbindung mit der Entstehung des Menschen hinweisen. Die zunehmende Vielfalt der fossilen Formen läßt sich auch nicht-evolutionär im Sinne von Spezialisierungen polyvalenter Grundtypen deuten.

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    Vormensch auf allen Vieren?
    Bd. 9 Nr. 1 (2002)

    In den meisten Lehrbüchern wird die Gruppe der Australopithecinen als nahezu menschlich aufrecht gehend charakterisiert. Mittlerweile mehren sich die Befunde dafür, daß Australopithecus nicht nur ein menschenunähnlicher Zweibeiner war und in Bäumen kletterte, sondern sich auch auf allen Vieren gut fortbewegte. M. Brandt kommt zum Schluß, daß der Status von Australopithecus als Hominide in Frage gestellt werden muß. Ohne diese nehmen die echten Menschen jedoch eine weit isolierte Position gegenüber allen anderen Primaten ein. Es stellt sich vor diesem Hintergrund die Frage, ob der Zweifel am Hominidenstatus von Australopithecus aus diesem Grund ziemlich tabu ist.

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    Wiederbelebung von Mikroorganismen
    Bd. 8 Nr. 2 (2001)

    Altersfragen stehen im Hintergrund verschiedener Beiträge dieser Ausgabe. Dies gilt auch für die Reaktivierung von Mikroorganismen, die Gesteinsproben entnommen wurden, welche auf bis zu mehrere hundert Millionen Jahre datiert werden. Neuere Studien geben deutliche Hinweise darauf, daß es sich bei solchen Mikroorganismen, die schon früher aus alten Gesteinen isoliert wurden, nicht um Kontaminationen handelt. Damit stellt sich die Frage nach der Diskrepanz zwischen behaupteten langen Überlebenszeiten und den dazu im Widerspruch stehenden molekularbiologischen und biochemischen Kenntnissen über die Dauer der Lebensfähigkeit.

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    Die kambrische Explosion
    Bd. 8 Nr. 1 (2001)

    Für das Verständnis der Erdgeschichte sind Datierungsmethoden von besonderer Bedeutung. Die geologische Zeittafel ist eine Zusammenfassung aus unzähligen Geländebeobachtungen. In vielen Abbildungen finden sich neben den Systemnamen Altersangaben in Millionen Jahren. Stehen diese Zahlen unwiderruflich fest? In den letzten Jahren hat sich gezeigt, daß der Beginn des Kambriums 25 Millionen Jahre jünger zu liegen kommt. Diese Korrektur hat aber im Rahmen evolutionärer Hypothesen auch Auswirkungen auf die Dauer geologischer und biologischer Prozesse während des Kambriums. So muß das plötzliche Auftreten zahlreicher Tierarten im Kambrium deutlich rascher verlaufen sein.

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