Zur Bildungsdauer des Nusplinger Plattenkalks

Teil 2: Einbettung der Belemniten, Sedimentationsgeschwindigkeit und Kalkverfestigung

Autor/innen

  • Manfred Stephan
    sg@wort-und-wissen.de (journal.primary_contact69a805b445ef6)
2002-11-01
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Im Nusplinger Plattenkalk wurden die sehr häufigen Belemniten zumeist schräg oder senkrecht eingebettet. Zwischen dem Eindringen des Belemniten-Rostrums ins Sediment und dem Abknicken des Luftkammerapparats auf einer höheren Plattenkalk-Ebene hat sich nach den Bearbeitern ca. 15 mm Sediment „im Verlauf einiger Zeit, vielleicht weniger Wochen“ abgelagert (DIETL & SCHWEIGERT 2001, 96). Legt man diese Sedimentationsrate generell zugrunde, so dürfte der Nusplinger Plattenkalk bei einer Gesamtmächtigkeit von ca. 10-17 m in einigen Jahrzehnten entstanden sein. Die Bearbeiter nehmen jedoch schwer begründbare Größenordnungen von einigen zehntausend Jahren an (DIETL & SCHWEIGERT 2001, 34). Wie u.a. Befunde an gerutschten Plattenkalken zeigen, müssen ganze Plattenkalk-Pakete schon bald nach der Ablagerung eine zähplastische Konsistenz angenommen haben.

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