Das Wirbeltierauge - Ein Konstruktionsfehler ohne funktionellen Sinn?

Autor/innen

  • Klaus Neuhaus
    sg@wort-und-wissen.de (journal.primary_contact69a8bc274a744)
  • HenriK Ullrich
2000-05-01
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Das Auge von Wirbeltieren zeigt außergewöhnliche anatomische und funktionelle Details, welche in großer Variabilität bei den einzelnen Arten auftreten (z. B. Auflösungsvermögen, Lichtempfindlichkeit). Demgegenüber werden einige Merkmale (z.B. inverse Retina) aus evolutionstheoretischer Sicht als phylogenetisch bedingte Fehlkonstruktionen bewertet. Die funktionelle oder konstruktive Bewertung von Detailstrukturen des Wirbeltierauges (z.B. der Retina) ist aber unvollkommen, wenn die verschiedenen Ebenen ihrer integrativen Verknüpfung mit anderen Elementen im biologischen Gesamtsystem des visuellen Sinnes unberücksichtigt bleiben. Diese wechselseitigen Beziehungen auf ontogenetischer, morphologischer und physiologischer Ebene (z. B. mit dem Gehirn oder anderen Sinnesorganen) erfahren in der Auseinandersetzung mit evolutionstheoretischen Argumenten eine besondere Bedeutung. Nach kritischer Analyse muß festgehalten werden, daß plausible Erklärungsmodelle für die Evolution von Wirbeltieraugen bis heute nicht verfügbar sind.

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